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Kasimir Malewitsch
Kasimir Malewitsch Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch war ein russischer Maler, der als einer der Begründer des Konstruktivismus und des Suprematismus gilt. Er wurde in der Ukraine geboren, seine Familie stammte ursprünglich aus Polen. Das bekannteste seiner Bilder ist das "Schwarze Quadrat" (1913 / 1914), ein schwarzes Quadrat auf weißem Grund, mit dem Malewitsch die im Kubismus begonnene Abstraktion auf die Spitze trieb. Später beschäftigte sich Malewitsch auch mit Produktgestaltung und schuf Porzellan-Service im konstruktivistischen Stil, sowie mit Architektur, siehe Konstruktivismus (Architektur). Die größten Sammlungen von Malewitschs Bildern befinden sich im Russisches Museum in Sankt Petersburg und in der Tretjakow-Galerie in Moskau. Eine größere Sammlung von Werken Malewitschs außerhalb Russlands befindet sich im Stedelijk Museum in Amsterdam. Am 11. Februar 1878 wurde er in der Nähe von Kiew geboren. Sein Vater war Arbeiter in der Zuckerrübenindustrie. Da dieser öfter den Arbeitgeber wechselte, verlebte Malewitsch eine unstete Kindheit, in welcher er nur eine rudimentäre schulische Ausbildung erhielt. 1895 besuchte er eine Kunstschule. 1904/1905 legte er ein Studium an der Schule für Malerei ab. 1905/1910 Studium im Atelier von F. I. Rerberg, Moskau. 1912 ging er nach Paris. 1913 wird er Leiter des Museums für künstlerische Kultur in St. Petersburg, das später zum Staatlichen Institut für künstlerische Kultur wird. 1916 Gründung der Gruppe Supremus, Lehrtätigkeit an einer Reihe staatlicher, teils gerade gegründeter, russischer Institute. 1919 Kasimir Malewitschs Ankunft in Witebsk, auf Einladung von Marc Chagall für die Arbeit in der von ihm 1918 organisierten Volkskunstschule (Prawdastr.5). Malewitsch gründete dort die Gruppe UNOVIS. In dieser historischen Periode von 1918 bis 1923 wurde unter seiner Leitung nicht nur die Schule selbst, das Unterrichtssystem, das Kulturleben der Stadt Witebsk verändert, sondern sie beeinflusste auch den weiteren Kunstprozess der Welt. Während Malewitschs Wirken in Witebsk (Witebsker Periode) waren die Ideen des Suprematismus theoretisch und konzeptionell vollendet. Sie benötigten ein neues Milieu für die Entwicklung und für den mehrfunktionalen Dialog des Erneuerungsverhaltens dem Leben gegenüber. Zu diesem Milieu ist Witebsk geworden, das man zu dieser Zeit das zweite Paris nannte. In Witebsk wurde die Idee zur Gründung eines Museums für Moderne Kunst von Marc Chagall geboren und verwirklicht. Heute wird diese Periode "Witebsker Renaissance" oder "Witebsker Schule" genannt. 1923/1927 Leiter des Instituts für künstlerische Kultur in Leningrad (heute: Sankt Petersburg). 1927 Reise nach Berlin sowie Arbeit am Bauhaus in Dessau. 1935 Krebstod in Leningrad.
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